Wir arbeiten in zwei Runden: erst Input + Arbeitsauftrag 2, dann Input + Arbeitsauftrag 3. Zwischendurch gibt es kurze Blitz-Checks.
Wir arbeiten in zwei Runden: erst Input + Arbeitsauftrag 2, dann Input + Arbeitsauftrag 3. Zwischendurch gibt es kurze Blitz-Checks.
Ob ein Unternehmen sich stark um seine Kunden bemühen muss, hängt vom Verhältnis von Angebot und Nachfrage ab. Daraus entstehen zwei grundverschiedene Marktsituationen: der Verkäufermarkt und der Käufermarkt. Danach schauen wir, für welche Zielgruppen die Markgraf Brunnen GmbH produziert.
Merkhilfe: N > A = Nachfrage-Überhang → Verkäufer am Drücker · A > N = Angebots-Überhang → Käufer am Drücker
In unserer Marktwirtschaft herrschen fast überall Käufermärkte: Das Angebot übersteigt die Nachfrage, die Kunden haben die Auswahl und damit die Macht.
Nur durch gezielte Einschränkungen oder Fehlplanungen kann – oft nur vorübergehend – auf einem einzelnen Teilmarkt ein Verkäufermarkt entstehen (z. B. knapper Wohnraum in Großstädten wie München oder Hamburg).
Zeigt spontan mit den Fingern: 1 = Verkäufermarkt · 2 = Käufermarkt.
Verkäufermarkt: Nachfrage > Angebot – Ware knapp, Anbieter bestimmen. · Käufermarkt: Angebot > Nachfrage – große Auswahl, Käufer bestimmen. Prüft dabei: Geht es um den gesamten Markt oder nur um einen einzelnen Anbieter?
Weil die Kunden auswählen können, muss die Markgraf Brunnen GmbH ihr Angebot genau auf deren Wünsche ausrichten. Dafür teilt man den unübersichtlichen Gesamtmarkt in klar beschreibbare Zielgruppen (Marktsegmente) auf – so lässt sich die Werbung passgenau steuern.
Wo lebt der Kunde? Land, Region, Stadt/Land.
Wer ist er? Alter, Geschlecht, Familienstand, Einkommen, Bildung.
Wie tickt er? Sozialer Status, Persönlichkeit, Lebensstil, Werte.
Wie kauft er? Nutzungsintensität, Kaufgewohnheiten, Markentreue.
geografisch = Wo lebt er? · demografisch = Wer ist er (Alter, Geschlecht …)? · psychografisch = Wie tickt er (Werte, Lebensstil)? · verhaltensabhängig = Wie kauft/nutzt er?
quantitativ – in Zahlen messbar
qualitativ – schwer in Zahlen fassbar
Eine Strategie ist ein langfristiger Verhaltensplan: Sie legt fest, auf welche Weise die Marketingziele am Markt erreicht werden sollen. Grundlegend unterscheidet man vier Gruppen:
Wie wachsen wir? Vier Produkt-Markt-Kombinationen (Ansoff): Markt durchdringen, neue Märkte, neue Produkte, Diversifikation.
Wie setzen wir uns gegen die Konkurrenz durch? Über den Preis, über besondere Produkte oder über eine Nische.
Welche Käufergruppen sprechen wir gezielt an? Aufteilung des Marktes nach den Kriterien aus Runde 1.
Mit welchem Preisniveau positionieren wir uns? Hoch-, Niedrig- oder Mittelfeldpreispolitik.
Hat ein Unternehmen ein Wachstumsziel festgelegt, stehen vier Kombinationen aus Produkten und Märkten zur Verfügung – je nachdem, ob man mit vorhandenen oder neuen Produkten bzw. Märkten arbeitet:
Eigene Darstellung nach dem Analyseraster für Wachstumsstrategien (Ansoff)
Fragt euch: Produkt vorhanden oder neu? und Markt vorhanden oder neu? Daraus ergibt sich eines der vier Felder: Marktdurchdringung · Produktentwicklung · Marktentwicklung · Diversifikation.
Mit der Wettbewerbsstrategie legt das Unternehmen fest, wie es sich im Wettbewerb positioniert – entweder über den Preis, über besondere Produkte oder über die Konzentration auf eine Nische.
Das Unternehmen produziert günstiger als die Konkurrenz und kann dadurch niedrigere Preise anbieten.
Real: Aldi- & Lidl-Eigenmarken, Ryanair.
Die eigenen Produkte heben sich ab – z. B. durch Qualität, Service oder Innovationen.
Real: Gerolsteiner (hoher Mineralgehalt), Apple.
Fokus auf einen Teilmarkt (Marktnische), z. B. auf den Sportwagenmarkt statt auf den gesamten Automarkt.
Real: fritz-kola in Bars & Gastronomie.
Statt „mit der Gießkanne" alle anzusprechen, richtet das Unternehmen sein Marketing – vor allem aus Kostengründen – möglichst genau auf die gewünschte Zielgruppe aus. Dazu wird der Gesamtmarkt in Segmente aufgeteilt. Die vier Kriterien kennt ihr schon aus Runde 1:
Land, Region, Stadt/Land.
Alter, Geschlecht, Familienstand, Einkommen, Bildung.
Sozialer Status, Persönlichkeit, Lebensstil.
Nutzungsintensität, Kaufgewohnheiten, Markentreue.
Hier entscheidet das Unternehmen, mit welchem Preisniveau ein Produkt am Markt angeboten wird und ob bzw. wie sich der Preis im Laufe der Zeit verändern soll. Drei Grundstrategien stehen zur Wahl:
Bewusst hoher Preis – signalisiert Qualität, Exklusivität und Prestige (Premium-Positionierung).
Real: Voss oder Evian – mehrere Euro pro Flasche.
Preis im mittleren Bereich – solides Preis-Leistungs-Verhältnis für eine breite Käuferschicht.
Real: Markenwässer wie Gerolsteiner oder Vio.
Bewusst niedriger Preis – zieht preisbewusste Kunden an und setzt oft große Absatzmengen voraus.
Real: Discounter-Eigenmarke, oft unter 30 Cent pro Liter.
Ordnet jede Aussage der passenden Strategie zu.
Wettbewerbsstrategie = Verhältnis zur Konkurrenz (Kosten / Differenzierung / Nische) · Marktsegmentierung = gezielte Zielgruppe · Preispolitik = gewähltes Preisniveau (hoch / mittel / niedrig).
Was bieten wir an?
Qualität, Ausstattung, Verpackung, Breite des Sortiments und der Service rund um das Produkt.
Zu welchem Preis?
Preishöhe, Rabatte, Skonti sowie Zahlungs- und Lieferbedingungen.
Wie kommt es zum Kunden?
Absatzwege (z. B. Handel, Online), Standorte und die gesamte Logistik.
Wie erfahren Kunden davon?
Werbung, Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit (PR) und Social Media.
Product = Was bieten wir an? · Price = Preis & Konditionen? · Place = Wie kommt es zum Kunden (Vertrieb)? · Promotion = Wie erfahren Kunden davon (Werbung)?